Frieden für alle!

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Ein Projekttag an der GHS Zülpich am 10. März 2022

Krieg – die Geißel der Menschheit – ist nun das Allerletzte, was eine von der Pandemie und sich häufenden Umweltkatastrophen heimgesuchte Völkergemeinschaft brauchen kann. Nutzen ziehen nur ganz wenige daraus, hingegen ist die Zahl derer, die den Schaden zu tragen haben, Legion.

Kaum, dass der Präsenzunterricht sich allmählich zu stabilisieren begonnen hat und die allerschlimmsten Folgen der Flutkatastrophe des vergangenen Sommers behoben worden sind, zieht mit dem Krieg in der Ukraine eine Gewitterfront auf, die auch unsere Schulgemeinschaft in Schrecken versetzt. Hier kann man nicht aufräumen helfen und ob alles Wünschen und Beten Gehör finden, bleibt allein zu hoffen.

Dennoch: Ohne Hoffnung zu sein, wäre in der Schule geradezu widersinnig. Deshalb inszenierte die

Schulsozialarbeit mit tatkräftiger Unterstützung seitens der Schülerschaft und des Kollegiums einen Aktionstag, an dem die SchülerInnen aller Jahrgänge Gelegenheit haben sollen, ihrem Wunsch nach Frieden Ausdruck zu verleihen.  – Und welch ein friedliches buntes Treiben bietet sich den Teilnehmenden und stillen Beobachtern! Den ganzen Tag über trudeln Schulklassen in die Mensa, um mit den dort ausgebreiteten und zur freien Verfügung bereitgestellten Materialien etwas Wunschgemäßes zu gestalten. Die Freude, aber auch Ruhe, Konzentration und Besinnung in den Gesichtern der Kinder und Jugendlichen ist deutlich wahrzunehmen und tut allen spürbar gut. So findet der Schrecken über das Entsetzliche einen kindgemäßen Ausdruck, dessen die pandemiebedingt vielfach angeschlagene Kinderseele so sehr bedarf. Und das Ergebnis kann sich weiß Gott sehen lassen: bunt bemalte Steine und Plakate mit Friedensbotschaften in mehreren Sprachen (auch in Russisch!), das weltweit bekannte Friedenssymbol aus Holz, selbst kreierte Buttons mit Anstecknadeln, Zeichnungen und Bilder in allerlei Farben und mit Handabdrücken versehen, bunte Armbänder mit selbst komponierten Perlchen und Wörtern. Selbst als einzelne Buchstaben rar werden, „Hat jemand noch ein A?“, und schließlich gänzlich zur Neige gehen, verhilft die Phantasie hier zu Ersatz: aus einem V lässt sich mit einem feinen Stift unversehens ein A herstellen und ein umgedrehtes W kann auch als M dienen … und so weiter. Auch der Platz vor dem Eingangsbereich wird mit bunter Kreide wie einst zur Kindergartenzeit friedliebend bemalt und beschriftet und schließlich weht gar ein von SchülerInnen gestaltetes Friedensbanner weithin sichtbar aus dem Lehrerzimmer herab.

So schöne, friedvolle Stimmung war in letzter Zeit eher selten zu Gast und unterstreicht einmal mehr, wie wichtig solch friedvolles Treiben ist.

Aber wir sind noch nicht fertig! Woche für Woche wird es weitere Aktionen geben. Gestartet wird diese Woche mit dem Sammeln von Spenden und organisieren des Transports zur ukrainischen Grenze. Danach wird geht es weiter mit einer Petition gegen den Krieg, um zu zeigen – nicht nur wir als schulische Institution sind gegen den Krieg, sondern jede einzelne Person!